Faserland-Boys und Ich – Labern über Männerliteratur

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»Kann ich es mir aussuchen, oberflächlich und unnahbar zu sein?«

In ihrem Monolog lässt sich Fatima Çalışkan faszinieren von der Langeweile und Oberflächlichkeit popkultureller Männerliteratur der Nullerjahre und findet labernd ihre feministische Antwort. ​​​​​​​​​​​

Inspiriert von Christian Krachts Faserland und Laberpodcasts mit männlicher Doppelbesetzung beschäftigt sich Fatima Çalışkan mit dem Klischee des jungen, westdeutschen Akademikers, der umringt von Statussymbolen und Erfolgen bei einem Glas Champagner als Checker durchs Leben schreitet. Sie hinterfragt in „Faserland-Boys und Ich“ den popkulturellen Zeitgeist der Jahrtausendwende aus weiblicher, postmigrantischer Perspektive.

Vor einem gigantischen Bücherregal, das sich dank Lichtwechsel in eine Late Night Kulisse verwandelt, labert die Künstlerin und gelernte Sozialwissenschaftlerin ungehemmt zurück, verwebt popkulturelle Referenzen und überschreibt Krachts Bestseller mit ihrer Stimme. Sie tariert in ihrem inneren Road-Trip Ärger und Faszination über die männliche Poser-Haltung und das männliche Selbstverständnis aus. Mit ihrer Biografie wird sie als Gegenpol der gutsituierten, männlichen Erzählung aus Westdeutschland sichtbar und rezensiert ihre Arbeit im literarischen Quartett für die Bühne zur Sicherheit einfach selbst.

In ihrer transdisziplinären Arbeit entwickelt Fatima Çalışkan politische Positionen zu Biografie und Zeitgeist mit humorvoll-satirischem Zugriff. Für den Monolog “Faserland-Boys und Ich” knüpft sie an ihre eigene Erfahrung an, von Menschen in unpassende orientalisierte Schubladen gesteckt zu werden und dreht den Spieß nun lustvoll um.

„Ein kurzer, lustiger und mutiger Traum.“
Theater der Zeit

Premiere und Vorstellungen bislang, jeweils ausverkauft:

26./ 27. / 29.Oktober 2024, 20 Uhr, 30. Oktober 2024, 18 Uhr

Ballhaus Ost, Berlin

Dauer: 2 Stunden Sprache: Deutsch

Accessibility: Für das Stück wurde eine audiodeskriptive Tastführung für blindes/ sehbehindertes Publikum verfasst und erprobt. Triggerwarnungen liegen vor.

Eine Produktion von Fatima Çalışkan in Koproduktion mit TATWERK | Performative Forschung, in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Medienpartner ist die taz. die tageszeitung.

Dossier und Tech Rider mit ausführlichen Informationen zum Stück für Gastspiele auf Anfrage

Team & Credits:
Künstlerische Leitung, Performance, Text: Fatima Çalışkan
Dramaturgie und Ko-Konzeption: Felizitas Stilleke
Szenische Umsetzung und Ko-Regie: Aurora Kellermann
Regie- und Dramaturgieassistenz: Alena Kolbach
Szenografie und Lichtdesign: Raquel Rosildete
Bühnenassistenz: Marlena Wengler
Lichtassistenz: Alexandra Uhlarova
Kostüm: Andreína Vieira dos Santos
Kostümassistenz: Catalina Behling
Öffentlichkeitsarbeit: Nora Gores
Layout und Social Media: Ana Maria Sales Prado
Fotografie: Marcus Glahn
Audiodeskription: Felix Koch und Johanna Krins
Produktionsleitung: Chris Wohlrab
Videodokumentation: Moritz von Dungern
Produktion “Das Labernde Quartett”:
Schnitt: Juliane Heynen
Kamera: Florian Baumgarte
Ton: Elias Lenzen

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